2004

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Züchtertagung 

Am 30. Oktober fand in Sattledt im Gasthaus Wahlmüller eine Züchtertagung statt. 28 Züchter waren der dringlichen Einladung des Zuchtleiters Karl Huber gefolgt. Hauptsächlich ging es bei dieser Tagung um Vorschläge zu einer neuen Zucht- und Körordnung. So manche Züchter hatten sich im Vorfeld darüber Gedanken gemacht, und Fr. Lassnig-Ita als Sprecherin dieser Gruppe trug Punkt für Punkt die Änderungsvorschläge vor. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion. Zur endgültigen Ausarbeitung von Zucht- und Körordnung wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, deren Mitglieder (Maria Prieschl, Regina Weingartner, Hans Stadlbauer, Phyllis Poduschka-Aigner, Karl Huber und Norbert Engleitner) durch Abstimmung einstimmig bestätigt wurden.

Nach dem Mittagessen ging es um allgemeine Probleme, die den Züchtern ein Anliegen waren, z. B. um Probleme mit der Nachzuchtkontrolle, um die Anerkennung ausländischer Körungen oder eine Intensivierung der Wurfabnahme. Auch die Frage "Chippen – ja oder nein" diskutierte man intensiv und durchaus kontrovers.

Abschließend wurde folgendes Vorgehen beschlossen:

Die Arbeitsgruppe formuliert eine neue Zucht- und Körordnung, die im Dezember dem Vorstand und den Züchtern zur Kenntnis gebracht werden soll. Nach eventuellen Korrekturen wird der Vorstand im Jänner / Februar die neue Ordnung endgültig beschließen.

Die nächste Züchtertagung findet am 23. April 2005 statt.

Schriftführung

GSS-Wandertag

Wir haben uns am 23. Oktober 2004 bei Familie Stadlbauer in Gramastetten getroffen und sind dann gemeinsam zur Rannatalsperre gewandert. An dem von Dietmar Petermichl bestens organisierten Ausflug nahmen 6 Hunde mit ihren Besitzern teil. Wir spazierten entlang der Ranna bis zur Rannatalsperre, anschließend besichtigten wir Schloss Altenhof und wanderten durch den bunten Herbstwald zur Burgruine Falkenstein und dann zurück zum Ausgangspunkt. Nach anstrengenden, aber wunderschönen vier Stunden kehrten wir im Gasthaus Schürz ein, wo wir gut bewirtet wurden. Abschließend fuhren wir alle zu Familie Petermichl, wo wir den schönen Wandertag bei ein paar guten Flaschen Wein im Garten gemütlich ausklingen ließen.

Familie Fels

Entlebucher-Körung in der Schweiz

Unser Zuchtleiter Karl Huber und ich erhielten eine Einladung des Schweizer Entlebucher-Vereins, an einer Körung teilzunehmen, der wir mit Freuden folgten. Am 23. 10. kamen wir frühmorgens in Münsingen (Berner Oberland) an und wurden von unseren Gastgebern herzlich empfangen. Karl und ich durften anschließend mit den Wesensrichtern bei der gesamten Körung dabei sein, und es ergaben sich fachlich äußerst interessante Gespräche. Den Nachmittag nutzten wir, um mit dem Präsidenten und Zuchtwart des Entlebucher-Vereins unsere gemeinsamen Ziele und Vorstellungen zu besprechen und zu vertiefen. Wir erhielten auch sehr viel Informationsmaterial in Bezug auf diverse Ansprechpartner an verschiedenen Universitäten, über sennenhundespezifische Krankheiten und vieles andere mehr. Wir sehen diesen Tag als Grundstein für die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Mutterland unserer Sennenhunde und bedanken uns nochmals recht herzlich für die Einladung!

Edmund Beck

10-Jahre-Jubiläums-Klubschau des Ungarischen Sennenhundevereins

Am 2. 10. 2004 fand in Nagymenye, ca. 70 km südlich von Budapest, die ungarische Klubschau statt. Sennenhunde (und ihre Besitzer) aus vielen verschiedenen Nationen stellten sich der Konkurrenz, und bei herrlichem Sonnenschein und sehr angenehmer Atmosphäre waren unsere österreichischen Hunde erfreulicherweise sehr erfolgreich. In der Jugendklasse wurde "Apollo v. d. Vagabundenhütt’n" (V1, CAC) sogar ungarischer Klub-Jugendsieger; Apollo gehört B. und B. Stadler.In der Veteranenklasse siegte "Bastian v. Murau" (V1, CAC), gefolgt von "Barnabas v. Murau" (V2, res.CAC), stolzer Besitzer der beiden bin ich selbst. Richter der Rüden war Friedrich Schweitzer aus der Schweiz, während die Hündinnen von Katharina Schweitzer gerichtet wurden. Auch bei den "Damen" konnte "Anika v. d. Vagabundenhütt’n", Besitzer Fam. Dvorak, ein Sg 2 erreichen.

Am Vormittag des nächsten Tages veranstaltete der ungarische Sennenhundeverein seine erste offizielle Ankörung mit Wesensüberprüfung und Formwert, bei der ich auf Einladung der Präsidentin, Frau Gyarmati Marta, dabei sein durfte. Der ungarische Klub ist sehr bemüht, sich mit der Einführung von Ankörung und Zuchtröntgen an den westlichen Zuchtvoraussetzungen zu orientieren. Am Nachmittag hielt Friedrich Schweitzer ein Seminar für Sennenhunde-Formwertrichter, das besonders die Kriterien beleuchtete, die speziell für die Zucht ausschlaggebend und von allen Formwertrichtern in höchstem Maß zu beachten sind. Nicht nur mir, auch den vielen anderen Teilnehmern hat dieses Seminar sehr gut gefallen.

Edmund Beck

Turnier für Schweizer Sennnenhunde in Weyer am 23./24.10.2004

Das diesjährige Vereinsturnier fand in der SVÖ OG 63 - Weyer statt, in welcher unser Ausbildungsleiter David Heindler, sowie seine Mutter Helga Heindler auch aktiv tätig sind. Die äußeren Bedingungen, sowie die Vorbereitung seitens  der Organisatoren - Verpflegung, Fährtengelände - waren hervorragend. Prachtwetter und eine herrliche landschaftliche Kulisse begleiteten die Teilnehmer durch die beiden Tage, sodass die Stimmung bestens war. 
Die Beteiligung war für einen Verein unserer Größe enttäuschend und wir hoffen in den nächsten Jahren die Teilnehmerzahlen entsprechend steigern zu können. Leider war keine einzige Kurzhaarrasse der Schweizer Sennenhunde vertreten. Aufgewertet wurde dir Veranstaltung durch das Führen einer eigens gewerteten Gästeklasse, die sehr gut angenommen wurde.
Die gezeigten Leistungen wurden vom Leistungsrichter Leo Spreitzer in hervorragender Manier bewertet und kommentiert. Die beste Leistung des Turnieres zeigte uns Monika Walz mit ihrem Osip von Wiesmadern in der FH 3. Eine "fast" perfekte Demonstration; für die Zuschauer ein wahrer Leckerbissen. Wir dürfen an dieser Stelle herzlich gratulieren, wie auch allen anderen Teilnehmern zu ihren Leistungen.

Im Rahmen der Siegerehrung wurde  auch die Ehrung für den Leistungs- und Universalcup 2003 vorgenommen. In beiden konnte sich Frau Renate Prachtl mit ihrer Appenzeller Sennenhündin  Wilma von Liebegg,  "Wauggi"   genannt, durchsetzen. Wir gratulieren der würdigen Siegerin und ihrer Familie und wünschen weiterhin diese große Tatenkraft. 

Der VSSÖ bedankt sich bei allen, die zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, im Besonderen:
- Dem gesamten Team der SVÖ OG Weyer
- Dem Veranstaltungsleiter David Heindler und den Bürodamen Helga Heindler und Frieda Tatzel
- Dem LR Leo Spreitzer
- Den Fährtenlegern Rudolf Demmelmayr und Alfred Tellian
- Den Prüfungsleitern Ursula Hagauer und Helga Heindler

Der Mitgliederservice     

Ergebnisse
Rang Hundeführer Hund Rasse Punkte Bewertung
BGH-1
1 Postl Elisabeth Tosca v. Wiesmadern BS 80 G
BGH-2
1 Heindler David Hoss v. d. Großen Gusen BS 81 G
BGH-3
1 Engleitner Norbert Jury v. Wiesmadern BS 93 SG
2 Klösch Martin Drops z. Grünen Garten BS 90 SG
FH-1 (keine Starter)
FH-2
1 Mayrhofer Grabriele Rocco v. Wiesmadern BS 70 B
FH-3
1 Walz Monika Osip v. Wiesmadern BS 99 V
2 Tatzel Frieda Hedja v. Wiesmadern BS 93 SG
3 Demmelmayr Irmgard Senta v. Niederottnang BS 89 G
4 Walz Monika Ilia v. Wiesmadern BS 87 G
5 Mayrhofer Grabriele Chester v. Jauntal BS 77 B
6 Tatzel Frieda Dyon v. Wiesmadern BS 77 B
7 Tatzel Frieda Hedja v. Wiesmadern BS 71 B

GSS-Wandertag 02.10.2004

Am 2. Oktober fand in Ebensee/Langbathsee das 1. GSS-Treffen mit Wanderung statt. Eingeladen hatten DI Helmut Holzer und Hans und Grete Stadlbauer. Nach einer 2-stündigen Wanderung um 2 Seen in wunderschöner Landschaft erreichten wir das "Gasthaus Kreh", wo DI Holzer und Dr. Zörner zu uns stießen. Nach einem sehr guten Essen wurde die Gelegenheit genutzt, um sich bei DI Holzer für seine langjährige Arbeit und sein intensives Engagement als Zuchtleiter zu bedanken.

Wir wünschen ihm auch weiterhin alles, alles Gute und viel Glück.

Karl Huber

Weg vom Befehl - hin zur Verständigung

Unter diesem Motto fand vom 20. bis 24. September eine "Hunde-Erziehungswoche" von Riko Dogs GmbH  bei Familie Stadlbauer in Gramastetten statt. Die beiden Trainer,  Esther und  Felix Rickenbach aus der Schweiz, vermittelten den Teilnehmern die Grundlagen  der Kommunikation mit ihrem Hund in einer gänzlich neuen und auch ungewohnten Form. Auf alle Fragen wurde ausführlich eingegangen, ein  Diavortrag und Gesprächsrunden zu Fachthemen ließen diesen Kurs zum  Erlebnis für Hundeführer und Hund werden.
Gearbeitet wurde:
* ohne Futter und Motivationsgegenstände
* ohne Druck
* ohne Befehl
* ohne Hilfsmittel, die dem Hund Schmerzen bereiten
 Die Teilnehmer waren so begeistert, dass im kommenden Jahr eine Wiederholungs- und Vertiefungswoche geplant ist.

Kinder arbeiten mit Rettungshunden 04.-05.09.2004

"Hunde verboten" steht auf einem Schild am Eingang des Springerschlößls (Park & Hotel) in Wien. Dennoch hörte man am Wochenende vom Samstag, dem 04. bis Sonntag, dem 05.09. lautes Hundegebell aus dem Herzen des Parks.

Die 3 Hundeführerinnen Michaela Marschall, Katalin Markovits und Irene Brezovich hatten sich ihr Wochenende Zeit genommen, um mit 5 Kindern und Hunden zu trainieren.

Fast sofort, nachdem alle Kinder angekommen waren, begann auch schon das Training. Jeder bekam einen Hund – nur für das Wochenende natürlich.

Das Training verlief so: Nachdem entschieden worden war, wer welchen Hund bekommen würde, bekamen Michaela und Kati jeweil 2 Kinder, Irene eines.

Dann ging es auch schon los. Jede Trainerin ging mit ihrem Kind in eine Ecke des Parks und dann wurde zuerst Gehorsam geübt. Die Hunde gehorchten fast immer aufs Wort.

Besonders lustig fand ich das Versteck spielen. Dabei versteckt sich das Kind in der Nähe, etwa hinter einem Baum. Währenddessen werden dem Hund die Augen zugehalten. Dann wird dem Hund das Halsband abgenommen und er begibt sich auf die Suche. Wenn er das Kind gefunden hat, muss dieses ihn etwa 10x bellen lassen. Dann gibt es wieder eine Belohnung, diesmal aus einer Plastikdose, die Wurst in der Bauchtasche würde der Hund sofort riechen.

Für Sonntag nachmittag war eine Show geplant. Das Programm sollten sich die Kinder selbst ausdenken. Am Sonntag vor der Show waren alle aufgeregt, sogar die Hunde! Zur Entspannung machten wir mit ihnen einen Spaziergang im Park.

Als alle Eltern gekommen waren begann die Show. Alles verlief gut, die Hunde gehorchten sofort, als ob sie wussten, dass sie etwas vorführen müssen. Oder haben sie es gewusst? Sicher bin ich mir nicht.

Auch die Hunde wurden interviewt:

Wollt Iht noch einmal ein Wochenende mit Kindern trainieren?

Zulu: wuff!

Flo: wuwuwuff!

Alonso: waff waff waff!

Mascha: wuuf!

Frederic: wooooofffff!

Was das wohl in unserer Sprache heißt?

Autorin ist Sophie Okresek, 11 Jahre, eine der Teilnehmerinnen an der Veranstaltung.

Der Artikel wurde vom Mitgliederservice (Martin Klösch) gekürzt und geringfügig bearbeitet.

Anmerkung der Veranstalter: Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache und es hat allen großen Spaß gemacht. Die Kinder können die Hunde richtig einschätzen und alle wollen "ihre Hunde" wiedersehen.

Internationale Rettungshunde Staatsmeisterschaft 2004 SVÖ Rohrbach-Berg 13.-15.08.2004


Als HF konnte Michaela Marschall ihren vorjährigen STM-Titel in der Fährtensuche (mit Zulu v. Wiesmadern) erfolgreich verteidigen.

 

1.Rang Fährtensuche  Michaela Marschall/Florinda v.Wiesmadern 294 PunkteV, ÖKV-Staatsmeisterin 2004, Sonderpokal für beste Nasenarbeit desTurniers
3.Rang Fährtensuche Rudolf Klein (VSSÖ-MG)/Pegy v.d.Bartl-Buam 288 Punkte V
   
3.Rang Trümmersuche  Gabriele Mayrhofer/Chester v.Jauntal 254 Punkte G
   
4.Rang Flächensuche Sabine Seil/Kara v.Wiesmadern 284 Punkte SG
8.Rang Flächensuche  Monika Walz/Ilia v.Wiesmadern 271 Punkte SG
10.Rang Flächensuche Kornelia Wurm/Nobi v.Wiesmadern 268 Punkte G
20.Rang Flächensuche Monika Walz/Osip v.Wiesmadern 235 Punkte B

Als liebenswerte Familienmitglieder und treue Begleiter sind sie allgemein bekannt, unsere Sennenhunde. Dass sie aber auch richtig gute Arbeiter sind, die, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten, den gängigen Gebrauchshunderassen in nichts nachstehen - das haben 7 Rassevertreter bei der Internationalen

ÖKV-Staatsmeisterschaft für Rettungshunde vom 13.-15.8. in der SVÖ-OG Rohrbach-Berg eindrucksvoll bewiesen.

Die Rettungshundeausbildung gilt als eine der anspruchsvollsten Sparten der Hundeausbildung: Hier muss der Hund nicht nur über eine intensive Führerbindung und einen sehr guten Gehorsam verfügen, sondern auch in

der Lage sein, selbständig Aufgaben zu lösen. Ein Rettungshund, der frei stöbernd große, schwer zugängliche Gelände- oder Tümmerflächen nach menschlicher Witterung absucht, arbeitet oft in großer Entfernung und ohne Sichtkontakt zu seinem Hundeführer. Der aber muss sich auf die Arbeits- und Leistungsbereitschaft seines Hundes hundertprozentig verlassen können. Andererseits muss sein vierbeiniger Partner auch auf von weitem gegebene Anweisungen per Hör- oder Sichtzeichen zuverlässig reagieren.

Bei der jährlich stattfindenen ÖKV-Staatsmeisterschaft für Rettungshunde werden diese Fähigkeiten in den 3 Sparten Fährten-, Flächen- und Trümmersuche auf höchstem sportlichem Niveau geprüft:In der Fährtensuche gilt es, eine mindestens 2000 Schritt lange menschliche Fährte kreuz und quer durch verschiedenartiges Gelände zu verfolgen und 7 vom "Opfer" verlorene Gegenstände sowie den am Ende der Fährte versteckt liegenden Fährtenleger dem Hundeführer anzuzeigen. In der Flächensuche werden in einem ca. 3 Hektar großen, unwegsamen Waldgelände 5 Personen versteckt, die der Hund innerhalb von 30 Minuten erstöbern und seinem Hundeführer anzeigen muss. In der Trümmersuche, der Königsdisziplin der Rettungshundearbeit, hat es der Hund mit einer besonders schwierigen Aufgabenstellung zu tun: Hier sind 5 Personen unter Schutt und Trümmern verborgen, um so die Bedingungen nach einem Erdbeben oder einem Häusereinsturz nach Explosion zu simulieren. Der Hund hat 45 Minuten Zeit, die Personen zu erschnüffeln und dem Hundeführer die Austrittsstelle des intensivsten Geruches anzuzeigen. Zusätzlich wird jeder Hund auch in "Unterordnung" und "Gewandtheit" geprüft. Der Prüfungssteil "Unterordnung" besteht aus anspruchsvollen Gehorsamsübungen, die auch unter Ablenkung (Schüsse, Motorengeräusch, Sirenen) zuverlässig und exakt gezeigt werden müssen. Im Prüfungsteil "Gewandtheit" muss der Hund seine Körperkoordination und Trittsicherheit auf verschiedenen wackeligen Geräten und unangenehmem Untergrund beweisen, über eine Leiter klettern, sich von einem fremden Helfer tragen lassen und sich von seinem Hundeführer von weitem per Sichtzeichen an verschiedene Punkte im Gelände lenken lassen. 5 Hundeführerinnen haben sich mit ihren 7 Berner Sennenhunden (alle aus VSSÖ-Zucht) diesen anspruchsvollen Aufgaben gestellt und konnten sie unter starker internationaler Gebrauchshundekonkurrenz bravourös meistern: Eine besonders beeindruckende Leistung zeigte Michaela Marschall, die mit ihrer Hündin "Florinda von Wiesmadern" in der Fährtensuche an den Start ging: Mit traumhaften 199 von 200 möglichen Punkten in der Nasenarbeit und 294 Punkten in der Gesamtwertung sicherte sie sich souverän den Staatsmeistertitel! Besonders bemerkenswert: Michaela ging dieses Jahr als Titelverteidigerin an den Start. Im letzten Jahr hatte sie den Staatsmeistertitel in der Fährtensuche bereits mit ihrem Rüden "Zulu von Wiesmadern" errungen. Mit diesem exzellenten Ergebnis lieferte sie gleichzeitig auch die beste Nasenarbeit des gesamten Bewerbes ab, für die sie einen zusätzlichen Pokal entgegennehmen konnte. Herzliche Gratulation zu dieser herausragenden Leistung!

Einen weiteren "Stockerlplatz" in diesem internationalen Turnier errang Gabriele Mayerhofer mit ihrem "Chester vom Jauntal": Das eingespielte Team erreichte in der schwierigen Disziplin Trümmersuche mit 254 Punkte die Bewertung "gut" und konnte den Pokal für den 3. Rang mit nach Hause nehmen!

Michaela Marschall, die mit "Zulu von Wiesmadern" ebenfalls in der Trümmersuche gestartet war, hatte in dieser Prüfungssparte dieses Mal leider kein Glück. Doch Zulu und Michaela haben in der Vergangenheit schon oft auf großen, internationalen Turnieren bewiesen, was für ein tolles Team sie sind, und zu was für großartigen Leistungen ein Sennenhund unter einfühlsamer Führung fähig ist! (U.a. Vizeweltmeister in der Trümmersuche 2002!) In der Flächensuche stellten sich Sabine Seil mit "Kara von Wiesmadern", Kornelia Wurm mit "Nobi von Wiesmadern" und Monika Walz mit ihren beiden Bernern "Ilia von Wiesmadern" und "Osip von Wiesmadern" der Beurteilung durch den Leistungsrichter. Sabine Seil konnte mit 284 Punkten und einer Bewertung im hohen "sehr gut" den 4. Rang unter 28 Startern erreichen. Monika Walz belegte mit Ilia nach einer ebenfalls sehr guten Arbeit den 8. Rang mit 271 Punkten, mit Osip den 20. Rang mit 235 Punkten. "Nobi von Wiesmadern", der Rüde von Kornelia Wurm, zeigte eine sehr triebige Suche und schöne Arbeiten in der Unterordnung und Gewandtheit, die mit 268 Gesamtpunkten und dem 10. Rang belohnt wurden.

Ein sehr beeindruckendes Ergebnis für unsere Sennenhunde und ihre Hundeführer, wenn man bedenkt, dass bei dieser Großveranstaltung 60 Teams aus 7 Ländern an den Start gingen - viele davon mit Gebrauchshunderassen aus Leistungszuchten. Robert Markschläger, Leiter des ÖKV-Leistungsreferates, wies bei der Siegerehrung darauf hin, dass nur ein gesunder, wesensfester und arbeitsfreudiger Hund fähig sei, die in so einem Bewerb gestellten Aufgaben zu bewältigen. Zucht müsse sich immer nach den Prioritäten Gesundheit, Wesen, und erst an dritter Stelle Schönheit orientieren. So gesehen sind die Ergebnisse der Staatsmeisterschaft auch ein Kompliment und ein Aushängeschild für die Zucht des VSSÖ! Den Teilnehmern mit ihren Sennenhunden ein Dankeschön und herzliche Glückwünsche zu diesen tollen Erfolgen!

Treffen der Deckrüden- Besitzer am 13. August 2004

Teilnehmer: Gastgeber Erika und Otto Leitner, Maria Prieschl, Eveline Schütz, Iris Hebeisen, Nina Tüyel, Maria Irene Lassnig- Ita, Maria und Edmund Beck, Martin Klösch, Georg Setti, Grete und Hans Stadlbauer

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Gastgeber und einer ehrlichen Schilderung der Deckerfahrungen mit seinem Rüden Sebastian von Niederottnang entwickelte sich gleich ein reger Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu verschiedenen Bereichen im weiten Umfeld des Deckaktes. An dieser Stelle nur ein kurzer Abriss der angesprochenen Themenbereiche:

Organisatorische Themen:

bulletWie weit dürfen die Besitzer der Hunde über den Deckpartner verfügen (z. B. festhalten)?
bulletSollten unerfahrene Züchter bei anderen Deckakten zusehen, um Erfahrungen zu sammeln?
bulletKann man sich einen erfahrenen Züchter zur Deckung einladen? Welche Hilfen gibt es, wenn die Hündin größer als der Rüde ist (Vertiefungen im Garten)?
bulletDie Deckgebühr bestimmt der Rüdenhalter und einigt sich vor der Deckung mit dem Hündinnenhalter. Ein schriftlicher Vertrag zwischen Rüdenbesitzer und Züchter ist sinnvoll.
bulletErstlingshündin mit Jungrüde und unerfahrenen Besitzern ist meist keine optimale Zusammenstellung für einen Deckakt.
bulletAnregung einer "Deckstation", wo sich das Pärchen in neutraler Umgebung rechtzeitig anfreunden und möglichst ohne Hilfen paaren können soll. Einzelne Züchter bzw. Rüdenhalter könnten sich für gezielte Paarungen diese Methode vorstellen. Für die meisten sind die Hunde aber Lebensgefährten, und sie verzichten lieber auf die Zucht, bevor sie ihren Hund für die Paarung frei geben.
bulletNach der Körung sollten die Jungrüden bald zum Einsatz kommen. Wie kann man das fördern?

Medizinische Themen:

bulletIst ein medizinisches Attest für Hündinnen (Verkeimung, Mycoplasmen) und Rüden (Spermaqualität) wichtig bzw. Voraussetzung für einen Deckakt?
bulletSoll man einen Zuchtrüden regelmäßig absamen?
bulletGut für die Prostata: ab 4. Lebensjahr oder bei Problemen 1- bis 2-mal wöchentlich einige Kürbiskerne oder einmal wöchentlich eine Kürbiskerntablette geben.
bulletFrage künstliche Befruchtung: laut Zuchtordnung ist sie gestattet, wenn ein natürlicher Deckakt voran gegangen ist.

Soziale Themen:

bulletFrustrierende Deckversuche oder Deckakte sind besonderes für "junge Rüdenhalter" der Anfang vom Ende für die Zucht. Ehrgeiz und Erwartungsdruck der Hundebesitzer stellen oft ein großes Problem dar. Wenn die Hündin nicht stehen will, der Rüde nicht springt, die Besitzer nervös oder überfordert sind, sich aus diversen Gründen nicht dieser Sache widmen können, geht dadurch unter Umständen ein wertvoller Rüde bzw. eine wertvolle Hündin für die Zucht verloren.

Gemeinsames Anliegen aller Teilnahemer: Bei allen 4 Rassen ist Deckrüdennachwuchs gewünscht und wird dringend gebraucht, dieser Nachwuchs kann aber nur über die Einsicht der Rüdenbesitzer gewonnen werden. Die Vereinsführung und im Besonderen die Züchter haben in dieser Hinsicht eine große Verantwortung und Handlungsbedarf, ist doch ein großer Pool an Deckrüden die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Zucht.

Neben der ganzen Diskutiererei ist natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen, und Erika verwöhnte uns mit einem großzügigen Büffet. Besonders Georg bedankt sich noch einmal recht herzlich bei ihr für den besten Marillenkuchen seines Lebens!

Einen herzlichen Dank von allen Anwesenden und vom Vorstand an Familie Leitner für die Einladung und die großzügige Bewirtung.

Erstellt von Grete Stadlbauer und bearbeitet von Martin Klösch

Sennenhunde-Wandertag auf der Pack

Am 10. Juli 2004 fand der erste Sennenhunde-Wandertag des VSSÖ auf der Pack statt.

Andere Schweizer-Sennenhunde-Besitzer, ihre Meinungen, ihre Hunde und ihre Freunde kennen zu lernen, unter diesem Motto stand dieser Tag. Nachdem dieser Sommer anscheinend im Zeichen des Wassers steht, sahen wir unseren Wandertag eigentlich schon davonschwimmen. Der Wettergott hatte allerdings ein Einsehen mit uns und schickte uns zwar keinen Sonnenschein, aber immerhin auch keinen Regen.

Diejenigen, die die Wettervorhersagen tunlichst ignoriert hatten, trafen sich pünktlichst am vereinbarten Treffpunkt. Unsere Wandergemeinschaft bestand aus acht Berner Sennenhunden und einer Cocker-Dame mit ihren Familien. Die lange Route war vorerst nicht gefragt, also packten alle Teilnehmer ihre Wuffis wieder ins Auto und auf ging´s im Konvoi zur Knödelhütte. Kind und Kegel noch einmal schnell ausgepackt, Hunde abgeleint und losmarschiert immer schön bergauf Richtung Bernsteinhütte. Kurz vor dem Ziel waren dann irgendwie alle froh, dass es überhaupt nicht warm war. Die kühlen Temperaturen machten nicht nur den Bärlis das Laufen leichter sondern auch uns Zweibeinern das Einfangen der Kinder und das Tragen unserer Babies.......Schließlich hatten es dann doch alle geschafft und die Belohnung erwartete uns in Form von Heidelbeerschnapserln, Käsbroten und Brettljausen. Nach einer guten Stunde sitzen und fachsimpeln ging´s dann wieder Richtung Knödelhütte, wo es dann mit Kaffee und Krapfen weiter ans kulinarisch Eingemachte ging.

Der Empfang bei beiden Hütten war einmalig, man ist also auch mit einem ganzen Rudel Hunde herzlichst willkommen. Aber so wie sich unsere Vierbeiner benommen haben, ist das ja auch kein Wunder. Bastian von Klein St. Veit als Hahn im Korb hat die Welpenbetreuung übernommen, schließlich waren ja drei C-Babies vom Zigöllerkogel gekommen. Die Hündinnen von Familie Mulle waren ebenfalls einmalig brav und zivilisiert, also eigentlich war diese Wanderung eine einzige Bestätigung dafür, Sennenhunde in eine Familie aufzunehmen.

Nachdem Kaffee- und Kuchenvorräte des Knödelwirts vernichtet waren, machten sich Frau Mulle, Martin Fritz und Wolfdieter Stransky mit ihren Hunden noch auf den Fußmarsch Richtung Packsattel, die anderen packten ihre müden Hunde und hoffentlich eine schöne Erinnerung ein und beendeten den Wandertag.

Alle, die nicht kommen konnten, haben ganz bestimmt was verpasst. Aber es wird in diesem Jahr sicher noch einmal die Gelegenheit geben, alles nachzuholen. Geplant ist eine weitere Wanderung im Herbst, bei der uns hoffentlich noch mehr Zwei- und Vierbeiner begleiten werden.

Margit Stransky-Heilkron

Zughundekurs des VSSÖ beim SVÖ Kapfenberg-Apfelmoar vom 24-25.Juni 2004

Bei wirklich ausgezeichnetem Wetter startete diesmal der 2-tägige Zughundekurs am SVÖ-Ausbildungsplatz in Kapfenberg-Apfelmoar. Insgesamt übten 10 Gespanne, davon 2 Anfänger, die sich unter David Heindlers kompetenter Anleitung rasch an das Wagerlziehen gewöhnten, und schon am Samstag Nachmittag wie "alte Hasen" im ausgesteckten Prüfungsparcout mitgeschnuppert haben.

Währenddessen trainierten die acht Fortgeschrittenen mit Helga Heindler die Feinheiten "an den Geräten" - also schon für die Zughunde-Prüfung. Unter ihnen waren diesmal nicht nur Berner- sondern auch zwei Appenzeller-Gespanne aus Deutschland, vielleicht ist das ja ein Ansporn für Nachahmer.

Gegen 12 Uhr wurde es dann doch noch recht heiß, doch wir hatten Glück, denn genau während des Mittagessens kühlte ein kurzer Regenguss wieder auf eine angenehme Betriebstemperatur ab.

An dieser Stelle gilt mein großer Dank den vielen lieben Helfern vom SVÖ-Platz Kapfenberg-Apfelmoar, die uns wirklich ausgezeichnet und immer sehr zuvorkommend versorgten. Auch die Abendliche "Brettljause" war vom Feinsten, weshalb wir noch eine ganze Weile "picken" geblieben sind.

Am Sonntag teilten wir den Platz mit den Teilnehmer der Körung des VSSÖ. Entgegen meinen Befürchtungen, dass sich deren Hunde womöglich mehr für unseren Kurs interessieren würden (und umgekehrt), waren alle anwesenden Hunde sehr konzentriert bei ihrer jeweiligen Arbeit.

Vormittags wurde intensiv der Prüfungsparcourt geübt und die Hunde an das Ziehen im Zweier und Vierergespann gewöhnt.

Nachmittags wurden einige Fotos von den Gespannen gemacht und anschließend mit allen Gespannen ein – aus Rücksicht auf die zunehmenden Temperatur - kleiner Rundgang in der Umgebung unternommen. Ich muss sagen, wenn so viele Zughunde-Wagerl in einer Reihe marschieren, sieht das schon sehr beeindruckend aus.

Mein Dank gilt den Ausbildnern Helga und David Heindler und natürlich der Familie Brunner, die sehr einfühlsam beim Zughundetraining geholfen hat, und extra aus Kärnten das Vierergespann zum Fototermin mitgebracht hat.

Ich bin sicher, dass viele der Teilnehmer erfolgreich bei der Zughundeprüfung am 16. Oktober 2004 antreten werden.

Mag. Alexandra Huber

Hallo Sennenhundefreunde,

am 20.05.04 veranstaltete der VSSÖ sein erstes Spezialseminar mit den Themen
Ausbildung und Ausstellung. 

Im Theorie-Teil hat Hr. David Heindler, Ausbildungsreferent, den 25 Teilnehmern einen Einblick in die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten gegeben und erläutert, wie man diese Ziele erreichen kann .

Hr. Erich Dietz, Ausstellungsreferent, erklärte von „Wie melde ich mich zu einer Ausstellung an“ bis „Wie man sich auf einer Ausstellung zu verhalten hat“ den Teilnehmern alles rund um das Ausstellungswesen.

Am Nachmittag hatte jeder Teilnehmer die Möglichkeit, Hrn. Heindler seinen Hund und dessen Ausbildungsstand vorzuführen und sich Tipps und Ratschläge einzuholen.

Zum richtigen Vorführen des Hundes im Ring habe ich den Teilnehmern meine Erfahrungen weitergegeben.

Edmund Beck

Hallo Hundesportfreunde und die es noch werden wollen,

vom 01.05.- 09.05.04 nahm ich mit meiner BS Hündin „Donna“ an der 
Ausbildungswoche in Ulrichsberg teil. Es ist faszinierend, was mein Hund und ich in einer 
Woche alles gelernt haben. Ich habe neue Freundschaften geschlossen und viel Wissenswertes 
für die Zukunft mit nach Hause genommen und ich werde wieder eine Ausbildungswoche besuchen.
Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Ausbilder Hrn. Rudi Klein bedanken.
Glaubt mir, es lohnt sich, eine VSSÖ- oder eine Wiesmadern-Ausbildungswoche zu besuchen.

Mit hundesportlichen Grüßen
Jennifer Beck 

Grueße aus dem Ausland!

Nicht nur das Bundesheer hat Assistenzeinsaetze im Ausland - nein, auch unsere Berner findet man in wichtigen Positionen im Ausland! Auf folgendem Bild koennen Sie Enya von St. Marein (BS 2646) auf ihrem Arbeitsplatz im slowenischen Maribor sehen. Sie ist dort als Security in der Vorstandsetage der Raiffeisen Krekova Banka taetig.

Darueber hinaus bekleidet sie die wichtige Aufgabe eines "Diplompsychologen" denn beim Hunde streicheln wurde schon so mancher Konflikt beigelegt. Nicht nur in der Sozialmedizin sorgen Therapiehunde fuer ausgezeichnete Erfolge, sondern sie koennen auch die Kommunikation und das Klima in einem Unternehmen positiv veraendern - wie zu beweisen war. Der Hund ist immer gut besucht und die Leute reden dann auch miteinander - und "Durch's reden kommen d' Leut z'sammen" sagt schon das Sprichwort! Mittlerweile wird Enya schon vermisst, wenn sie mal nicht "zur Arbeit" kommt und die Mitarbeiter fragen nach ihr.

Uebrigens haben in der Bank zwei von vier Vorstandsmitgliedern einen Berner Sennenhund - ein beeindruckender "Marktanteil" der zeigt wie international unsere Berner sind!

Lepe pozdrave iz Maribora / Liebe Grueße aus Maribor
wuenschen Enya von St. Marein und Klemens Nowotny

 

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Letzte Änderung: 18. September 2008

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